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Cornnell Clarke
Der amerikanische Verlag NBM hat unter seinem Label "Amerotica" 2003 zwei interessante Alben veröffentlicht. Der noch junge Künstler Cornnell Clarke besticht in seiner Alben-Reihe "Peanut Butter: The Diary of Molly Frederickson" durch einen gekonnten, wenn auch noch nicht perfekten Bleistift-Stil.
Was den Charme seiner Zeichnungen ausmacht ist die Wirkung auf den Leser. Nichts wirkt abgezeichnet oder nach (Foto-)Vorlage gearbeitet. Der zarte, leicht skizzenhafte Bleistiftstrich eignet sich jedoch hervorragend um die Geschichte, die als Tagebucheintragungen erzählt wird, visuell zu transportieren.
Oftmals fehlt es den einzelnen Comicseiten an Übersicht und Klarheit. Außerdem trüben einige zeichnerische "Anatomiesünden" den ansonst sehr guten Gesamteindruck. Clarke zeichnet und arangiert die erotischen Szenen sehr explizit und abwechslungsreich.
Die Titelheldin Molly kann in ihren Tagebuch schon zu Beginn des ersten Albums von versauten Sexspielen berichten. Ganz normal, will man meinen, schließlich besucht sie eine katholische High School. Ein erster Erfahrungsaustausch mit den Mädchen findet auch sogleich auf der Schultoilette statt. Ihre beste Freundin Erica - weitaus erfahrener in den "Liebesdingen", bringt Molly recht schnell auf den Geschmack für weiterführende, private "Sex-Kurse" - und mit Erdnussbutter an und auf den "richtigen Stellen" "übt" es sich gleich doppelt so gut. Molly stellt zudem recht bald fest, das ihre unmittelbare Nachbarschaft auch ziemlich versaut zu sein scheint und wöchentlich zu heimlichen Sexorgien einläd. Sehr zur Freude Mollys lassen sich dort erlernte Erfahrungen schnell vertiefen und neue "Erkenntnisse" erwerben.
Sexuell gereift steht dem Schulabschluß bald nichts mehr im Weg. Auf der anschließenden Abschlußfeier lassen es die wenig sittsamen Mädchen dann ordentlich krachen.
In Band 2 erzählt Molly von ihren Erlebnissen in New York. Mit ihrer Freundin bezieht sie ein Apartment in Manhattan, um sich aufs College vorzubereiten und erlebt einen heißen und wilden Sommer. Dort wird nicht nur Mollys neuer Freund, sondern auch ein asiatisches Mädchen in die ausschweifenden Orgien einbezogen. Und wenn gar nicht mehr hilft, werden "Freiübungen" mit allerhand Spielzeug veranstaltet. So sollte ein Studentenleben aussehen...
Mit Band 3 der "Peanut Butter"-Reihe (2008) hat Clarke seine Zeichentechnik verändert. Dem reinen Bleistiftstrich ist eine Kombination aus Strichzeichnung und Akzentuierung mittels Computer-Colorierung gewichen. Die farbigen Seiten wirken gewachsener und moderner; obwohl der schwarzweiß/graue Bleistiftstrich der ersten Bände durchaus seinen Charme hatte und eine inhaltliche "Aufgabe" erfüllte. Die Farbseiten des dritten Bandes transportieren das "Tagebuch"-Thema der Comicreihe ineffektiver; was auch daran liegen mag, das der Umgang mit der Computer-Colorierung damals noch in einer "Entwicklungsphase" steckte.
Mittlerweile wurden die ersten beiden - anfänglich schwarzweiß gedruckten - "Peanut Butter"-Alben von Clarke nachbearbeitet und NBM Publishing hat diese vollständig in Farbe neu aufgelegt.
Veröffentlichungen (alle NBM Publishing, USA): - Peanut Butter, Volume 1-4: The Diary of Molly Frederickson - Big Apple shorts - The Confessions of Sister Jacqueline
Links: - Blog von Urbanjointz
Die Alben sind u.a. bei amazon zu bekommen. |
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