![]() |
|||||
![]() |
|
Loic Dubigeon
Nach etlichen Comiczeichnern, hier nun ein nennenswerter Vertreter der erotischen Illustratoren.
Geboren wurde Dubigeon am 24. April 1934 in Frankreich (Nantes). Nach einer kurzen Karriere als Rennfahrer, folgte er letztlich seiner Berufung als Künstler und Illustrator (1954). Mit äußerst detailgenauen und fotorealistischen Momentaufnahmen entführt uns Dubigeon in seine fantasiereiche Gedankenwelt. Die erotischen Werke stellen nur einen kleinen Teil seines Repertoires dar.
Obwohl die Alben und Buchbände keine wirklichen Comic-Geschichten, sondern ausschließlich Sammlungen von Einzelillustrationen beinhalten, sollen seine Werke hier Erwähnung finden. Durch Darstellungen allerlei Fetish- und S/M-Praktiken hat er sich speziell in der "BDSM"-Szene einen sehr guten Namen gemacht.
Dubigeons Arbeiten sind für ein weitgehend testosterongesteuertes Publikum zugeschnitten und zeigen S/M- und Sex-Praktiken aus einer sehr männlichen Blickrichtung. Szenen werden schonungslos herangezoomt und "kopieren" gängige Hardcore-Sichtweisen.
Seine Zeichnungen regen auf, sind sexistisch, provozieren zum Hinsehen. Doch hinter der Schonungslosigkeit des Dargestellten, eröffnet sich dem genauen Betrachter die "Schönheit" des Gezeigten. Dazu müssen aber erst die Schranken des eigenen Schamgefühls überwunden werden. Dubigeon hat einen sehr eigenen Stil gefunden, der sich wohltuend von den üblichen seichten schwarz/weiß oder Farb-Airbrush/Guache Illustrationen nackter Idealkörper abhebt. Seine Technik ist mit der von Quinn (Shadow & Light) vergleichbar.
Dubigeons Bildsprache ist durchaus provokant und brutal, doch auf seine Art ästhetisch und auch zärtlich. Die Schattierung der weiblichen Kurven wirkt äußerst stilsicher und verleiht den Zeichnungen eine plastische, fast dreidimensionale Qualität. Harte gerade Linien und Formen finden nur in den Bondage- und Fetisch-Spielzeugen Verwendung und bilden den Kontrast zu den weichen, runden und geschwungenen Formen des menschlichen Körpers. Detailverliebt werden Accessoires wie Strümpfe, Lederbänder, Metallgegenstände ebenso wie die Struktur der Haut zeichnerisch analysiert.
"Manuel de Civilite a lúsage des "grandes" Filles" ist eines seiner besten Werke. Auszüge daraus hier zu zeigen ist fast nicht möglich, weil meist das ganze Bild "weichgezeichnet" werden müßte; "so nah kommt der Betrachter dem Gezeigten".
Veröffentlichungen:
|
||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||