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Topaz Das Pseudonym Topaz tauchte zum ersten Mal 1994 in den Seiten des Bédé Adult Magazins auf. Dahinter steckt ein talentierter französischer Grafik-Designer, der mit seiner ungewöhnlichen Stilmischung und Erzählweise auf sich aufmerksam machte. Seine ständige Heimat waren die französischen Erotik Magazine Bédé Adult und Bédé X (SM) von International Press Magazine, kurz IPM. Ein paar Shortstorys hat Topaz anfänglich auch unter der Signatur Lignard gezeichnet. Nach den ersten reinen Kurzgeschichten, wurden die Inhalte länger und es entstanden so interessante Geschichten (in Albenstärke), wie "Les 100000 Femmes", "Le Sacrifice de la pucelle", "Le Journal intime d'un top-model" oder "La Chose". Alle Werke von Topaz zeichnen sich durch einen fantasievollen Seitenaufbau, einem experimentierfreudigen, abwechslungsreichen Zeichenstil, sowie eher surrealistisch-märchenhaft angehauchten erotischen Geschichten aus. Zwischen den Werken "Le Sacrifice de la pucelle" und "Les 100000 Femmes" ist bereits ein beachtlicher Qualitätsunterschied festzustellen. War "Le Sacrifice de la pucelle" noch sehr flüchtig und eher semi-professionell mit Aquarellfarben erstellt, wird Topaz bei "100000 Femmes" äußerst experimentierfreudig - um bei der Folge-Geschichte wiederrum in seinen alten - aber stark verbesserten - Stil zurückzufinden. Dieser "Basis"-Zeichenstil erinnert mit seiner skizzenhaften, pastellfarbenen Art, an einen frühen Manara. "Les 100000 Femmes" ist eine Ansammlung von unterschiedlichen Stilen und Zeichentechniken. Dazu kommt ein ungewöhnliches Seitenlayout mit einfallsreichen Bild-Arrangements, wie ausgeschnittenen und übermalten Bildfetzen und aufgeklebten "Letraset"-Elementen. Die Geschichte wirkt eher wie ein Skizzen-(Tage)buch, die Handlung dabei aufgesetzt und teils recht sprunghaft. Darunter leidet letztendlich auch die erotische Stimmung. Ende der 90er verschwindet die Signatur Topaz - doch zur selben Zeit tauchte ein neuer Name auf: Lubrix. Anhand der ähnlichen Zeichenstile und Seitenlayouts, ist davon auszugehen, das sich hinter beiden Pseudonymen ein und dieselbe Person verbirgt. Lubrix Stil präsentiert sich nun wesentlich reifer, aufwendiger, detailreicher und anatomisch sauberer, die Charaktere enger an die Handlung gebunden, aber durchaus noch mit optischen Experimenten. Die Liebe zum Thema "Reisen" ist Lubrix ebenso anzumerken, wie seinerzeit Topaz. Interessant: die Geschichte "Connextion X" weicht wieder etwas ab und zeigt Lubrix mit einem Manga-ähnlichen, Cartoon-hafteren Zeichenstil. In "La Souillon" findet dann eher ein Niedergang statt. Die Seiten wurden - etwas lieblos - rein in schwarzweiss, ohne Grauflächen und ohne Buntstift bzw. Aquarellfarben gezeichnet. Stilelemente die bei Topaz und Lubrix fast immer zu finden sind: Eingebaute reale Foto/Bild-Elemente, mindestens eine Collage aus mehreren meist stehenden - freigestellten - Charakteren. Wiederkehrende Elemente in seinen Geschichten: Reisen (in die Vergangenheit oder Zukunft, Zeitreisen), "Cosplay" (die Heldin schlüpft in verschiedene Rollen, meist mit einem Fetisch-Touch), Träume, S/M-Themen. Nach dem Niedergang von Publisher IPM verschwand auch die Signatur Lubrix. Einige Alben wurden auch in deutscher Übersetzung von IPM herausgegeben. Doch Mangels einer Neuauflage sind sie nur noch in gut sortierten Comic- oder Onlineshops bzw. auf Tauschtagen zu bekommen. Veröffentlichungen Topaz (Auswahl): Veröffentlichungen Lubrix (Auswahl): |
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